Simone Lenz

Aus-und Weiterbildung von Reiter und Pferd

 

Pferdekinesiologie

Leider lief unsere Saison sehr durchzogen und nicht wie gewünscht. Cordantus und ich fanden nicht so zusammen wie ich mir das vorgestellt habe. Da ich sehr offen für alternative Therapien bin, versuchte ich den Weg der Tierkinesiologie. Ich muss sagen, ich kenne die Kinesiologie beim Menschen wusste jedoch nicht was genau beim Tier passiert oder wie genau dies funktioniert. Ich diente der Therpeutin als Surrogat für Cordantus. Die Sitzung war für mich körperlich sehr heftig. Ich musste zwei Mal abbrechen wegen Übelkeit, Schwindel und mir wurde richtig schwarz vor den Augen. Es zeigte sich später, dass dies bei zwei Themen passiert ist, die Cordantus sehr beschäftigen. Er hat angst, dass ich ihn weggeben würde, sollte ich meine sportlichen Ziele mit ihm nicht erreichen. Dies war leider bis zu seinem 6 Lebensjahr bei ihm der Fall. Er hat auch beim Anreiten ein Trauma erlitten an welchem er zu knabbern hat. Ich war doch sehr beeindruckt von dem Ergebnis und den neuen Erkenntnissen die ich bekommen habe. Ich ging danach in den Stall und merkte recht schnell, dass Cordantus ganz komisch drauf war. Er musste dies glaube ich auch zuerst verarbeiten. Ich habe ihm gesagt, dass ich ihn nie weggeben werde. Er darf immer bei mir bleiben egal was wir im Sport erreichen. 5 Tage nach der Sitzung fuhr ich nach Müntschemier an den CS. Ich machte alles wie immer und auch in der Abreithalle ritt ich Cordantus wie gewohnt war. Als ich jedoch in die Arena einritt, fühlte sich Cordantus anders an. Er war voll da und wach. Voller Spannung und konnte es kaum erwarten zu starten. Dies kannte ich von ihm gar nicht so. Der Parcours stellte sich als sehr schwer heraus. Es gab sehr viele Fehler und mein Ziel war es eine schöne Runde zu reiten. Ich hatte ja auch wegen der vergangenen Turniere keine Ambitionen da wir immer sicher 2, 3 oder 4 Stangen hatten. In Aarberg sind wir ja nicht einmal mehr durch den Parcours gekommen. Also ritt ich los. Cordantus gab mir ein super Gefühl, er kämpfte so toll mit wie nie zuvor. Siehe da wir hatten eine Nullrunde:-) Ich hätte platzen können vor Glück und Stolz auf mein Pferd. Auch im zweiten Umgang hatte wir nur einen Fehler, den ich voll auf meine Kappe nehmen muss. Ich kam etwas zu dicht in die Kombination. Ich muss sagen ich bin Überzeugt, dass diese 180 Grad Wende meines Pferdes etwas mit der Kinesiologie zu tun hat. Leider habe ich mich einige Wochen danach am Knie verletzt und konnte bis jetzt keine Concours mehr reiten. Daher freue ich mich umso mehr, wenn es im September wieder los geht. Ich kann euch alternative Therapien nur empfehlen. Probiert es aus und lasst euch darauf ein!

CS Obergerlafingen, Münteschemier und Gettnau

Bereits vier Turnier habe ich bestritten in diesem Jahr. Zu Beginn startete ich mit Miracle und Cordantus in der R/N110 Prüfung in Obergerlafingen. Ein lockerer Start zu Beginn der Saison. Miracle und ich konnten das Training und die Ausbildung von Ariane recht gut umsetzen. Leider noch Fehler aber das Gefühl war sehr gut. Cordantus konnte leider gar keine Freude zeigen über diese Höhe. Total unmotiviert und Lustlos, schleppte er sich durch den Parcours. Dies resultierte am Schluss mit 6 Stangenfehlern in zwei Umgänge. Dies war doch für mich sehr frustrierend.

Somit musste Cordantus gleich zwei Mal in Müntschemier in der R/N120 Prüfung an den Start. Siehe da er zeigte sich von seiner besseren Seite. Zwar noch kleine Flüchtigkeitsfehler aber der Elan und die Freunde sind zurück. Er sprang sensationell und kämpfte mit. So macht es wieder richtig Spass. Einfach die blöden Fehler müssten nicht sein.

Kurzerhand entschloss ich in Gettnau die R/N125/130 Prüfung in Angriff zu nehmen. Einfach einmal einen 130 Parcours schaffen. Voll motiviert starteten wir bei bestem Wetter auf einer sehr schönen Anlage. Im 125cm war Cordantus etwas zickig am Bein und nicht ganz bei der Sache. Daher musste ich 3 Stangenfehler hinnehmen. Im 130cm war das Ziel einfach durch den Parcours zu kommen. Ich war nach der Parcoursbesichtigung guter Dinge. Es war technisch und auch anspruchsvoll gebaut, doch ich fand die Aufgabe für uns lösbar. Somit konnten wir den Parcours zwar mit 4 Stangen aber einem tollen Gefühl beenden. Ich bin stolz wie Anton auf meinen Buben.

 

Programm Winterpause

Wir haben die Winterpause beendet und starten gesund und munter in die neue Saison. Mit viel Stangen- Cavaletti und Springgymnastik habe ich die Pferde locker im Training gehabt. Weiter habe ich die Equusirbox für mich und mein Pferd entdeckt. Ich konnte viele neue Erkenntnisse über uns erfahren. Nun weiss ich an was wir arbeiten müssen. Dies wurde in Kombination mit meiner Futterexpertin von Reovit abgesprochen und angepasst. Somit sollten für mein Pferd, optimale Bedingungen geschaffen sein um in die Saison zu starten. Nun ende Januar beginnt auch wieder das Training bei Ariane Muff mit Cordantus und Miracle. Ich habe mit beiden Pferden ein gutes Gefühl und freue mich sehr auf die kommenden Trainings und Turniere.